Eintragungen in DMOZ und Referenzierungen bei Wikipedia können von sehr hoher Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung einer Webseite sein

 Eintragung bei DMOZ

DMOZ („Directory Mozilla“) ist ein ODP (Open Directory Project) und wahrscheinlich das derzeit wichtigste Verzeichnis für Internetseiten überhaupt. DMOZ ist eine unabhängige nicht gewinnorientierte Organisation, die sich auf das Katalogisieren von Webseiten spezialisiert hat. Die Editoren sind freiwillige Mitarbeiter und bearbeiten jede einzelne Anfrage zur Eintragung manuell ab. Für die Suchmaschinenoptimierung ist eine Eintragung in dieses Verzeichnis wichtig, da viele Suchmaschinen auf die Ergebnisse bei DMOZ zurückgreifen und Seiten mit Eintragungen stärker bewerten. Die Webseiten werden nach Themengebiet geordnet eingetragen, auch mehrfache Nennungen in unterschiedlichen Kategorien mit derselben Seite sind möglich. Um eingetragen zu werden, muss man ein Formular ausfüllen, welches dann an einen Editor weitergeleitet wird. Dieser Editor entscheidet, ob die Seite zum einen geeignet ist, überhaupt gelistet zu werden, ob die richtige Kategorie ausgewählt wurde und ob die Beschreibungen passen. Da alle Anträge manuell von den Editoren abgearbeitet werden und nach Angaben von DMOZ um die 10.000 Anträge täglich eingehen, bedarf es einiger Zeit bis man gelistet wird. Es handelt sich oft um Monate und oft verlieren die Webmaster die Geduld und melden sich nochmals an, was jedoch negative Folgen haben kann. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass man auf eine Art „Schwarze Liste“ wandert, wenn man die Editoren „zuspamt“. Ich persönlich würde eine andere Mailadresse angeben oder jemand anderen beauftragen, wenn ich den Anmeldeversuch wiederholen würde. Da DMOZ ja auch Vorschläge von einfachen Benutzern bekommt und nicht nur von den Webmastern der einzelnen Seiten, können sie einen ja nicht einfach abstrafen, falls vermehrt Nutzer (mehr oder weniger) unabhängig auf eine Seite verweisen.

Der Optimalfall wäre, dass die Internetseite beim ersten Anmeldeversuch schon nahezu fehlerfrei und up-to-date ist. Webseiten, die sich im Bau befinden werden grundsätzlich abgelehnt. In diesen Fällen würde ich davon abraten es überhaupt bei DMOZ zu versuchen. Mittlerweile prüft DMOZ sogar die Wichtigkeit der Webseite und Alleinstellungsmerkmale. Seiten mit generischem Inhalt werden nicht katalogisiert. Die Aufnahmeregeln wurden in den letzten Jahren leider verschärft. Grund dafür dürften der hohe Andrang und die steigende Anzahl schwarzer Schafe sein.

Sollte die Webseite für mehrere Kategorien infrage kommen, so kann man die Seite auch für mehrere Kategorien anmelden. Es gibt einige Seiten, die mehrfach, also in mehreren Kategorien gleichzeitig, bei DMOZ gelistet sind. Da davon auszugehen ist, dass die Suchmaschinen vor allem Ergebnisse bevorzugen, die in einem themenverwandten Gebiet gelistet sind, sind mehrfache Eintragungen von Vorteil. Zudem sollte eine Mehrfacheintragung eine Steigerung zu überhaupt nicht oder einfach eingetragenen Seiten erzielen.

Wichtige Infos:
- Bei der DMOZ-Anmeldung liefert der Webmaster auch eine Beschreibung der Webseite mit. Google und andere Suchmaschinen verwenden diese Beschreibung oft anstelle des Description-Tags bei der Suchmaschinenausgabe. Um das zu vermeiden, kann man das robots-Tag mit noodp versehen oder analog die robots.txt umschreiben. Normalerweise benutzt man jedoch die gleiche Beschreibung im Description-Tag und bei DMOZ, so dass sich dieses Problem gar nicht stellt.
- Man wird nicht benachrichtigt ob man aufgenommen wurde oder nicht. Man kann lediglich die DMOZ-Seite aufsuchen und nachprüfen ob man eingetragen wurde.

Tipp: Zuerst nur eine Eintragungsanfrage bei einer Kategorie versuchen und falls man nicht aufgenommen wurde, kann man es zu einem späteren Zeitpunkt bei einer verwandten/ähnlichen Kategorie nochmals versuchen.

 Verlinkungen und Referenzen bei Wikipedia

Ein großes Plus für die Suchmaschinensichtbarkeit ist eine Verlinkung und/oder Referenzen (am besten beides) bei Wikipedia. Innerhalb der Wikipediaeinträge werden oft Quellenangaben gemacht oder wichtige Punkte verlinkt. Seiten mit sehr wichtigem und vor allem speziellem Inhalt werden oft bei Wiki als Referenz genutzt. Natürlich hebt das einen Wert der Seite und auch die Suchmaschinen bewerten bei Wiki referenzierte Seiten besser als Seiten, die nicht referenziert sind. Natürlich sollte man am besten bei themennahen Bereichen referenziert werden um möglichst weit vorne in der Suche zu landen.

Jedoch hört sich das alles leichter an, als es sich dann in Wirklichkeit darstellt. Wikipedia hat sehr strenge Richtlinien, u. a. zur Erstellung von neuen Einträgen. Auch die Bearbeitung von bestehenden Einträgen oder Eintragungen von Links in bestehenden Einträgen gestaltet sich sehr schwer. Die Änderungen müssen begründet sein und Hand und Fuß haben.

Ich habe mich versuchsweise als Editor bei Wikipedia angemeldet und wollte einen Beitrag über die Day Spa Ingraban verfassen. Das Ende der Geschichte war, dass der Beitrag umgehend als Werbung deklariert wurde. Ich habe mich dann an eine Art Mentor gewandt um letztendlich dann selbst festzustellen, dass ich die Hürde der Relevanzkriterien immer reißen werde. Unternehmen, die nicht eine bestimmte Größe, einen bestimmten Umsatz oder ein herausragendes, einzigartiges Produkt besitzen, sind kurzerhand nicht relevant genug.

Als Editor kann man auch seine eigene Benutzerseite erstellen, welche nicht ganz so scharf gemaßregelt wird. Ich habe versuchsweise auch hier Links reingesetzt und das Drumherum möglichst unauffällig gestaltet. Auf Internetseiten, die die Suchmaschinensichtbarkeit einzelner Seiten bewerten, habe ich auch durch Links in meiner Userseite zusätzliche Punkte unter: Ist in Wikipedia referenziert erhalten. Jedoch habe ich anschließend einige Links zu viel in mein Profil eingebaut, sodass ein mir übergeordneter Editor die Links entfernte.

Fazit: Gestaltet man eine Webseite für ein kleines Unternehmen oder Organisationen mit nicht allzu großer Relevanz, so kann man nur hoffen ein Themengebiet zu finden, das perfekt auf die zu referenzierende Seite passt. Man kann sich zwar als Editor anmelden und die Seite verlinken, ob das einen großen Unterschied bei der Suchmaschinensichtbarkeit macht, sei dahingestellt. Am besten befasst man sich mit den für die einzelnen Sparten erstellten Relevanzkatalog von Wikipedia und wenn man objektiv feststellt, dass eine Eintragung nicht möglich ist, dann versucht man es höchstens einmal oder gleich gar nicht. Oft kann es jedoch auch sein, dass kleine Betriebe von Bedeutung für Wikipedia sind. So sind z. B. Brauereien relevant die „eine Jahresproduktion von 100.000 Hektolitern Bier erzielen bzw. nachweisbar historisch erzielten oder 100 Jahre ununterbrochene Brautätigkeit nachweisbar ist und sie keine Kleinbrauerei mit einer Jahresproduktion von weniger als 5.000 hl Bier sind“. Ich bin mir sicher auch für andere Bereiche gibt es machbare Hürden und dann kann man getrost einen Eintrag bei Wikipedia erstellen.