Der Content sollte in erster Linie natürlich auf den Webseitenbesucher ausgelegt sein. Jedoch kann auch der Inhalt auf die Suchmaschinen abgestimmt werden.

Mit das Wichtigste, um für die Suchmaschinen gut sichtbar zu sein, ist der eigentliche Text einer Webseite. Allgemein gesehen ist für den Inhalt einer Seite zu sagen, dass er dann am besten gefunden wird, wenn er speziell und informativ für den Suchenden ist. Die Seite sollte wie so oft einen „Mehrwert“ besitzen, sprich inhaltlich keinen generischen Nonsens, sondern brauchbare Informationen, die bestenfalls keine andere Seite im Internet bieten kann. Natürlich hat man nicht immer Content, der sich stark von anderen Seiten unterscheidet. Aber aus diesem Grund betreiben wir ja auch die Suchmaschinenoptimierung, um uns von den Mitbewerbern abzuheben.

 Einbinden von Keywords in den Content

So ist es z. B. wichtig Keywords in den Lauftext zu integrieren welche auch schon zuvor im Titel untergebracht wurden und nebenbei auch noch durch andere Tags verstärkt werden. Natürlich sollte der Text nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Keywords bestehen und er sollte bzw. muss sogar Sinn ergeben. Denn eine sinnlose Page, sei sie gar nicht oder perfekt suchmaschinenoptimiert, wird sich auf Dauer nicht durchsetzen, da sie dem Nutzer keinen Mehrwert bietet. Folglich ist eher darauf zu achten Keywords nicht durch sinnverwandte Wörter zu ersetzen. Wichtig ist auch, das Keywords auftauchen, im Text aber gut verteilt sind!

Zu beachten: Vorgaben von „Keyword-Dichte“ einhalten.

 Hochwertige Inhalte

Exklusive und hilfreiche Inhalte, gepaart mit Verständnis für die User der Webseite, verhelfen der Seite auf Dauer zu einer besseren Sichtbarkeit und somit zu mehr Besuchern. Das kann unter Umständen zu einer Art positiven Teufelskreis führen, da die neu gewonnenen Besucher evtl. auch auf die Seite referenzieren und so die Sichtbarkeit weiter verbessern, was wiederum zu neuen Benutzergruppen führen kann.

Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
- leicht lesbare Texte: Die Texte sollten leicht verständlich und strukturiert aufgebaut sein. Man sollte vermeiden mehrere Themen auf einer Seite abzuarbeiten. Weniger ist hier mehr, da mehr Übersicht besteht und sich der Nutzer leichter zurechtfindet.
- Auf das Kernthema fokussieren. Nicht vom Thema abschweifen und eine für den User demotivierende Aufteilung mit viel Fließtext und wenigen Absätzen vermeiden. Am besten kurz und prägnant ohne dabei den eigentlichen Inhalt aus den Augen zu verlieren.
- Einbau von einzigartigen und neuen Inhalten. Der Worst Case wäre hier die vollkommene oder teilweise Übernahme externer Inhalte, da diese keinen Zusatznutzen für den User darstellen. Aus diesem Grund ist auch vom Kopieren eigener Inhalte abzuraten.
- Balance zwischen Keywordeinbau und sinnvollem Text finden. Im besten Fall befinden sich die Keywords schon in einem sinnvollem textlichen Umfeld und sie müssen nicht künstlich integriert werden. Kommt man um das künstliche Integrieren nicht herum, dann sollte der Einbau geschickt und unauffällig vonstattengehen.

 Auszeichnung von Bildern

Wie schon in „Alt-Attribut“ beschrieben, können Informationen als Alternative für User, die das Bild nicht angezeigt bekommen über das Alt-Attribut weitergegeben werden.

Wichtige Punkte die beachtet werden sollten:
Allgemein: Nur gängige Formate für Bilder verwenden und Dateinamen ohne Sonderzeichen vergeben. Bestenfalls sollte die Datei durchgehend klein geschrieben sein.
- Verwendung kurzer, aussagekräftiger Dateinamen und Alt-Attribute
- Verwendung von kurzen, aussagekräftigen Alt-Texten für verlinkte Bilder
>>> keine Aneinanderreihung von Keywords | kurzer Name | keine generische Benennung
- Eventueller Fall für die Zukunft:

Image Sitemapdatei übermitteln. In einer Image Sitemap sind die Bilder einer Seite gelistet und strukturiert. Google plant mit mehreren „Bilderklassen“. So wäre es möglich die Bilder in eine Klasse einzuteilen, um z. B. Bilder für die Navigation von Inhaltsbildern besser unterscheiden zu können. Ob sich diese Image-Sitemap technisch durchsetzt, steht noch in den Sternen, da dieses Verfahren noch in den Kinderschuhen steckt. Für meinen Fall ist die Imagemap noch von keiner Bedeutung. Man sollte in Zukunft jedoch ein Auge darauf haben!

 Auszeichnung von Ankertexten

Ankertexte, die gut zum verlinkten Inhalt passen, verbessern den Eindruck für den Webseiten-User und erleichtern dem Nutzer zudem die Navigation.

Wichtige Punkte die beachtet werden sollten:
- Aussagekräftiger kurzer Text
>>> keine hier klicken Texte | keine zu langen Anker | immer zum Ziel passend

- Spezieller Stil für Links
>>> Links sollen sich aus dem Text hervor heben und nicht wie der Lauftext aussehen!

- kein Keywordstuffing (Aneinanderreihung von Schlüsselwörtern)
- interne Links auch unter diesen Gesichtspunkten angehen/betrachten

 Navigation

Die Navigation der Webseite sollte logisch strukturiert aufgebaut sein. Am besten so, dass der Nutzer durch simple Logik schnellstmöglich an sein Ziel kommt. Auch Crawler können durch die Struktur die Wichtigkeit/Hierarchie der einzelnen Seiten besser herausfiltern. Ganz wichtig für die Suchmaschine ist eine Sitemap, auf die der Suchmaschinenbot im besten Fall durch die robots.txt verwiesen wird. Auch eine manuelle Eintragung der Sitemap, z. B. in Webmastertools von Google ist möglich, wenn nicht sogar wünschenswert. Zudem sollte auch für den menschlichen Nutzer eine Sitemap und wenn möglich auch ein Breadcrumb zur Verfügung stehen, da beides die Navigation erleichtert. Für eine Fehlnavigation (Eingabe einer nicht existierenden Adresse) auf der Seite durch den Benutzer ist eine 404-Fehlerseite von Vorteil. Diese kann auch mit Navigationslinks oder evtl. einer kleinen Sitemap ausgestattet sein, sodass sich der User wieder schnell zurechtfindet.

Wichtige Punkte die beachtet werden sollten:

- Einteilung der Navigation von groben Themenbereichen in spezielle Themen, je höher das Level des Navigationspunktes wird (vom Allgemeinen ins Spezielle)
- möglichst wenige Klicks um ans Ziel zu kommen
- verworrene Link-Netzwerke auf der Seite vermeiden
- Navigation großteils in Text halten (wenig/keine Bilder, Flash, JS)
- Sitemaps für Crawler und User (übersichtlich und mit gültigen Links)
- Erstellung einer 404-Fehlerseite (evtl. mit einer kleinen Navigation/Sitemap)

 Keyword-Dichte

Die Keyword-Dichte (auch Keyword Density oder Schlüsselwort-Dichte) ist die Prozentzahl, die sich aus dem Verhältnis von Schlüsselwörtern zum eigentlichen Text ergibt. Angenommen man hat 100 Wörter Text und darunter 5 Keywords, dann hat man eine Keyword-Dichte von 5%. Optimalerweise sollte der Wert zwischen 5% und 7% liegen. Überschreitet man diesen Wert, könnte die Suchmaschine dies als Keyword-Stuffing (übertriebenes Aneinanderreihen von Keywords) auslegen und die Seite stark abstufen. Deswegen ist auch hier Vorsicht geboten!

 Verhältnis Content zu Quelltext

Das Verhältnis des Inhalts zum Code (Content to Code Ratio, kurz C2C) beziffert den Anteil des Inhalts zum gesamten HTML-Code. Viele Suchmaschinen haben dieses Verhältnis in ihren Kriterien für die Bewertung von Internetseiten. Dadurch ist die C2C natürlich auch von Relevanz für jeden ehrgeizigen Webmaster. Eine gute C2C liegt bei um die 40-60%, sprich bei etwa einem ausgeglichenem Verhältnis zwischen Code und Inhalt.

Oftmals liegt die C2C-Ratio weit unter dieser Prozentzahl. Um einen besseren Wert zu erreichen, sollte man zu allererst, soweit möglich, Javascript-Dateien und Cascade StyleSheets aus der eigentlichen Page auslagern und verlinken. Außerdem sollte man möglichst vermeiden innerhalb des HTMLs Stylecodes (Spaghetti-Code) zu benutzen. Auch diese sollten in ein CSS ausgelagert werden.

Ein großer Fehler ist, wie auch unter „Aufbau mit Tabellenstruktur vermeiden“ genauer beschrieben, die Seite mit Tabellenkonstrukten zu gestalten. Hierfür sollte man CSS verwenden, wodurch man sich sehr viel Code spart.

Natürlich kann man auch einfach mehr Inhalt unterbringen. Jedoch sollte der Informationsgehalt trotzdem vorhanden sein. Zudem kann ein kürzerer Text für den Besucher einladender sein als große Ausschweifungen. Hier heißt es wieder einmal, die Balance zwischen dem Benutzer der Page und dem Suchmaschinencrawler zu finden.

Info: Durch spezielle Plugins kann das HTML von, für den Endnutzer, unnötigen Informationen (Kommentare, Leerzeichen) befreit werden. Das hat zur Folge, dass der Code geringer und somit der Anteil des Inhalts größer wird. In meinem Fall habe ich dazu das IceSpeed Plug-in für Joomla benutzt.

Tipp: Das Internet bietet mehrere Onlinetools, die das Verhältnis des Textes zum Code ermitteln. Darunter sind z. B. das C2C Test Tool von searchenginegenie.com oder das von C2C Tool von SEOchat.