Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Suchmaschinenoptimierung ist die Optimierung von Tags und Attributen.

 Seitentitel

Der Seitentitel ist für die Suchmaschinensichtbarkeit ein sehr wichtiger Faktor. Im Optimalfall sollte jeder Seitentitel zwischen 2 und 9 Wörtern lang sein. Dabei ist zu beachten, wichtige Wörter am besten weit vorne im Titel zu positionieren. So sollten die Schlüsselwörter unter den ersten 5 Wörtern zu finden sein. Zudem wird der Seitentitel bei den Suchergebnissen bei den Suchmaschinen angezeigt. Sprich der User sieht den Seitentitel. Deshalb sollte der Titel nicht nur die Software der Suchmaschine, sondern auch den Besucher an sich ansprechen. Hier muss man einen Spagat zwischen der Optimierung des Crawlers und dem Auge des Benutzers wagen.

Jede einzelne Seite (auch Unterseiten) sollte einen eigenen Titel haben. Man sollte vor allem darauf achten nicht generisch zu benennen (z. B. Hauptseite, Index, Home, Willkommen). Die Auswahl der Wörter im Titel sollte weise gewählt werden und darf ruhig etwas Zeit in Anspruch nehmen, da dies einen sehr wichtigen Punkt in der Optimierung darstellt.

 H1-Überschrift

Ebenfalls von großer Bedeutung, damit die Webseite gefunden wird, ist die H1-Auszeichnung der Überschrift. Jede einzelne Seite sollte eine und nicht mehr oder weniger H1-Überschriften besitzen. Zudem sollte die Überschrift nicht zu lang aber auch nicht zu kurz sein, dabei aber auch wichtige Informationen beinhalten. Bestenfalls sollten wichtige Wörter weit vorne stehen. Die Bedeutung der H1-Überschriften variierte die Jahre über sehr stark. Trotzdem sollte man immer ausgeklügelte H1-Überschriften haben, dann ist man immer für den Fall der Fälle vorbereitet. Gegenwärtig ist die Bedeutung der H1-Überschrift sehr groß. Es wurden von mir einige Tests bezüglich der Veränderung des Titels durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass nach einiger Zeit die Platzierung, bei Eingabe des verwendeten Schlüsselwortes, besser (Erwähnung des Wortes im Titel, H1 oder H2-Tag) bzw. schlechter (weglassen des Wortes aus den Überschriften/Titeln) wurden. Der Einbau des Wortes in die H1-Überschrift oder den Titel hatte besonders positiven Einfluß auf das Endergebnis.

 Die weiteren H-Überschriften

Auch diese Überschriften können Bedeutung erlangen und zumindest die Benutzung des H2-Tags ist durchaus empfehlenswert. Natürlich kann man auch noch tiefere Überschriften benutzen. Die Gewichtung der enthaltenen Wörter nimmt dabei von Ebene zu Ebene ab. Man sollte natürlich auch darauf achten, dass die Überschriften einen Sinn ergeben, denn das menschliche Auge sieht ja diese Zeilen. Eine gute Mischung aus Crawlereigenschaften und sinnvoller Zusammensetzung für den Betrachter ist bei der Wortwahl hier oberste Priorität.

Tipp: Die Überschriften sollten semantisch immer innerhalb ihrer Struktur bleiben. D. h., dass die Reihenfolge der Überschriften eingehalten werden soll. Zuerst kommt h1, gefolgt von h2, h3 und niemals durcheinander!

 Anchortexte

Unter Anchortext versteht man einen verlinkten Text innerhalb einer Internetpräsenz. Man gelangt durch anklicken dieses Textes auf die von ihm verwiesene Webseite. Dadurch, dass der Anchortext eine hohe Bedeutung für Suchmaschinen besitzt, ist davon abzuraten Bilder als Link zu benutzen, da aus Bildern weniger Informationen gelesen werden können und der Link so an Gewichtung verliert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Punkten, sollte bei der Erstellung von Anchortexten auf das Benutzen von Schlüsselwörtern verzichtet werden. Im Optimalfall beschreibt der verlinkte Text optimal den Inhalt der Zielseite. Dadurch harmonieren Link und Inhalt perfekt miteinander, was ebenfalls zu einer guten und in diesem Fall auch natürlichen Bewertung führen kann und auch führen wird.

Für den Fall, dass man weitere Informationen in einen Link, ein Bild oder ein anderes HTML-Elemente einbauen will empfehlen sich die folgenden Punkte „Title-Attribut“ und „Alt-Attribut“.

 Title-Attribut

Das Title-Attribut liefert zusätzliche Informationen zu Links und Bildern. Der Webseitenbesucher bekommt diese Information, beim hovern des entsprechenden Elements auf der Webseite, als Tooltip-Box zum Lesen. Im Gegensatz zum Alt-Attribut, das Informationen zu Bildern liefert, kann das Title-Attribut Informationen zu nahezu allen HTML-Elementen, vorzugsweise Verlinkungen liefern. In vielen Browsern ist das Title-Attribut zudem höher gestellt als das Alt-Attribut, was bei verlinkten Bildern dazu führt, dass das Title-Attribut sein Alt-Pendant überschreibt. Man kann das Title-Attribut vielseitig einsetzen und vor allem für die Beschreibung von kurzen Anchortexten und Bildern ist es empfehlenswert. Für die Suchmaschinenoptimierung ist es deshalb von so großer Bedeutung, da die Suchmaschinen ihm eine gewisse Gewichtung geben und man durch den Einsatz von Schlüsselwörtern innerhalb des Title-Attributs punkten kann.

 Alt-Attribut

Das Alt-Attribut stammt aus einer Zeit, in der viele Internetuser aufgrund ihrer langsamen Internetanbindung die Option „Bilder anzeigen“ deaktiviert hatten. Das Alt-Tag war und ist dazu da, einen Alternativtext an Stelle des eigentlichen Bildes darzustellen. Heutzutage benutzen viele Suchmaschinen das Alt-Tag als informative Beschreibung und beziehen es mit in die Bewertung der Seite ein. Folglich ist auch das Alt-Tag ein wichtiger Faktor bei der Suchmaschinenoptimierung. Man sollte, wenn möglich, auch hier wichtige Keywords unterbringen. Jedoch sollte die Beschreibung des Bildes nicht von der Realität abweichen. Zudem sollte man darauf achten, verschiedenen Bildern nicht zu oft das gleiche Tag zu verpassen, da Suchmaschinen das als Spam werten könnten. Der Schuss würde in diesem Fall nach hinten losgehen und die Bewertung stark verschlechtern. In keinem Fall sollte man das Alt-Tag leer lassen. Viele Internetseiten, die Webseiten hinsichtlich ihrer Suchmaschinenoptimierung

bewerten, führen eine Statistik, bei der die Prozentzahl verwendeter Alt-Tags zur Gesamtanzahl an Alt-Tags erstellt wird. Weil es nicht viel Aufwand und Kenntnis Bedarf sind hier 100% ein Muss!

 Auszeichnung von Wörtern

Durch die Auszeichnung <b> oder <strong> können vereinzelt Wörter in den einzelnen Beiträgen ausgezeichnet werden. Suchmaschinen erkennen diese Auszeichnung und werten diese Begriffe stärker. Folglich kann man wichtige Wörter auf einer Seite hervorheben, um zum einen dem Besucher auf dem ersten Blick zu zeigen, um welchen Inhalt sich die Seite dreht und zum anderen um eine bessere Platzierung bei den Suchmaschinen für dieses Keyword zu erreichen. Dabei sollte man mit Auszeichnungen sparsam umgehen und nur 5-10 Wörter (abhängig von der Gesamtlänge des Textes) pro Eintrag markieren um eine optimale Gewichtung zu garantieren.

 Meta-Tag-Description

Für die Suchmaschine an sich ist der Meta-Tag-Description von geringerer Wichtigkeit. Wird die Seite jedoch gelistet, ist die Description mit das Erste was der Suchmaschinennutzer zu sehen bekommt. Aus diesem Grund ist es wichtig, in ganzen Sätzen zu schreiben und nicht nur Wörter willkürlich hintereinander zu setzen (Description leicht lesbar für das menschliche Auge). Die Beschreibung sollte die Schlüsselwörter des Seitentitels und der H1-Überschrift im besten Fall bekräftigen. So erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer auf das Angebot zugreift. Im Optimalfall besteht die Beschreibung aus 60 bis 170 Zeichen und umfasst etwa 20 Wörter (laut seitwert.de). Auch hier ist es ratsam, die wichtigsten Informationen an den Anfang zu setzen.

 Meta-Tag-Robots und robots.txt

Mit dem Robot-Tag und der robots.txt ist es dem Webmaster möglich, bestimmte Seiten und Dateiformate aus der Crawlerliste zu nehmen. So kann man mit nofollow verhindern, dass ein Suchmaschinencrawler einen Link weiter verfolgt. Es ist oft von Vorteil, wie in der Beispielseite, ganze Dateiformate vom Crawlen auszuschließen. Im Beispiel wird darauf verzichtet, dass PDF-Dateien gecrawlt werden, denn diese sollten lediglich über die Beispielwebseite erreichbar sein, da der direkte Zusammenhang ansonsten abhanden käme. Eine weitere Eigenschaft, die bei der Beispielseite benutzt wurde, ist die Integration der Sitemap in robots.txt: Sitemap: http://www.dayspa-ingraban.de/index.php?option=com_xmap&amp;sitemap=1&amp;view=xml&amp;no_html=1. Des Weiteren wird die Extension AceSEF für Joomla genutzt, um die Robot-Tags einzustellen und die Extension Xmap hilft bei der Erstellung der Sitemap.

So sieht die robots.txt der Beispielseite aus (» = Zeilenumbruch):

User-agent: *
» Disallow: /administrator/ » Disallow: /cache/ » Disallow: /components/
» Disallow: /images/ » Disallow: /includes/ » Disallow: /installation/
» Disallow: /language/ » Disallow: /libraries/ » Disallow: /media/
» Disallow: /modules/ » Disallow: /plugins/ » Disallow: /templates/
» Disallow: /tmp/ » Disallow: /xmlrpc/
» Sitemap: http://www.dayspa-ingraban.de/index.php?option=com_xmap&amp;sitemap=1&amp;view=xml&amp;no_html=1
» Disallow: /*.pdf$

Eine kurze Beschreibung dazu:

User-Agent: * bedeutet, dass Folgendes für alle Agents/Crawler gilt. Um spezielle Agents anzusprechen, müsste dieser gelistet werden (z. B. User-Agent: Googlebot).

Zudem wurden einige Zeilen mit Disallow und Ordner versehen. Diese dient dazu, dass die Suchmaschinensoftware keine Links in diese Ordner verfolgt. Die Ordner administrator, cache, components, usw. sind sozusagen für die Durchsuchung gesperrt.

Würde man angenommen alle Ordner freigeben wollen, so kann man dies durch „Disallow:“ gefolgt von Leerraum/Nichts in einer Zeile tun. Einen Ordner schließt man wie in dem Beispiel oben mit „Disallow: /ordnername/“ aus, eine einzelne Datei mit „Disallow: /dateiname.html“ oder einen Ordner und gleichnamige Dateien mit „Disallow: /ordnername“, ohne Slash am Ende. Hierbei wären alle Dateien mit dem Namen ordnername betroffen, egal welche Dateiendung sie besitzen und natürlich auch der Ordner selbst.

Es wurde auch der Link zu meiner Sitemap in robots.txt integriert. Dies habe ich vor allem für die Crawler der Suchmaschinen, die nicht Google sind, gemacht. Es ist immer von Vorteil, eine Sitemap bei einem Suchmaschinenanbieter gelistet zu haben. Bei Google wurde dies schon über das Webmastertool manuell eingestellt und den Pfad für die Sitemap eingegeben. Durch die robots.txt können jetzt auch andere Suchmaschinen die Sitemap abrufen und das ohne großen Mehraufwand. Die Sitemap läuft über die Joomla-Extension Xmap, die sich täglich updatet. So werden alte Seiten automatisch aus dem Verkehr gezogen und neue genauso automatisch hinzugefügt. Angenommen man verfügt über keine Sitemap, dann sollte man die Zeile natürlich weglassen, da das zu einem Crawlingfehler führen kann und dieser kann dann zu einem schlechteren Suchmaschinenergebnis führen.

Wie zuvor angesprochen werden auf der Seite pdf-Dateien nicht gecrawlt. Möglich ist dies durch „Disallow: /*.pdf$“ ($=Zeilenendeanker). Analog könnte man auch andere Dateiendung vom Crawlen ausschließen, z. B. „Disallow: /*.jpg$“ oder „Disallow: /*.ppt$“.

Weitere Möglichkeiten der robots.txt:

Crawlerlaubnis nach dem Ausschlussverfahren:
» Disallow:
» Allow: /ordner1/
» Allow: /ordner2/

Crawl-Delay:
Crawl-delay: 180

Erlaubt das Crawlen einer Seite in einem bestimmten Zeitraum (hier: 180). Angabe in Sek.

 Meta-Tag-Keywords

Die Meta-Tag-Keywords wecken bei Vielen die Hoffnung, dass ihre Webseite weit vorne gelistet wird. Zu unrecht, wie sich herausstellt. Das Meta-Tag Keyword ist veraltet und wird von den meisten Suchmaschinen nicht mehr in die Wertung genommen. Bei manchen Suchmaschinen können die Keyword-Tags noch die Keywords im eigentlichen Text unterstützen, mehr auch nicht. Hat man dieses Tag jedoch auch in seine Seite eingebaut, so hat man zumindest auch keinen Nachteil und könnte für einen evtl. Wechsel der Suchgewohnheiten der Suchmaschinen gewappnet sein. In unserem Beispiel wird das Plug-in AceSEF für Joomla benutzt, welches auch automatisch Keywords aus dem bestehenden Seitentext generiert. Das läuft nahezu ohne Aufwand und Nachteile (höchstens minimal mehr Traffic). Als optimale Anzahl an Keywords (im Tag) werden meistens zehn Stück genannt. Auch Anbieter zur Bewertung der Suchmaschinensichtbarkeit einer Seite geben gute Ergebnisse bei ungefähr zehn Keywords.

Fazit: Die Zeit, die man in dieses Tag steckt, wäre an anderer Stelle sinnvoller genutzt!

 Übrige Metatags

Es gibt noch einige andere Metatags, die jedoch von sehr geringer oder gar keiner Bedeutung für die Suchmaschinensichtbarkeit sind. Man kann diese Tags einbauen, um z. B. weitere Informationen für Webseitenbesucher zu bieten. Da das aber nichts mit dem Punkt SEO zu tun hat, gehe ich auf diese Tags nicht ein.

 Veraltete Tags

Die Suchmaschinen und auch W3C bringen von Zeit zu Zeit neue Standards für das Auszeichnen des Textes und allgemein für HTML-Codes heraus. Dabei werden sowohl neue Tags ermöglicht, als auch einige bestehende Tags als veraltet erklärt. So konnte das <font>-Tag früher bedenkenlos eingesetzt werden, nun ist es aber zu einem Klotz am Bein verkommen, da das Tag nun als überholt gilt und dies zu einer Abwertung bei den Suchmaschinen führen kann. Aus diesem Grund sollte man sich stets bei den Codes auf dem Laufenden halten. Dazu kann man die W3C-Seite besuchen oder auch Seiten zur Bewertung der Suchmaschinensichtbarkeit werden auf alte Tags aufmerksam machen. Mir hat in diesem speziellen Fall seitwert.de geholfen das alte Tag zu erkennen.