Bei der Generierung und Auswahl der Adresse kann man einiges falsch machen. Deswegen sollten folgende Punkte immer beachtet werden.

 URL-Aufbau

Der Aufbau der URL (Uniform Resource Locator) ist ein wichtiger Faktor für die Suchmaschinensichtbarkeit. Die URL sollte sowohl für Menschen als auch für den Crawler lesbar sein. Oft besteht die ursprüngliche Adressleiste bei Content Management Systemen aus vielen Zahlen und Sonderzeichen. Damit man aber aus dem verschachtelten Code in der Leiste einen gut lesbaren Text machen kann, benützt man die .htaccess direkt oder ein Plug-in über das die .htaccess indirekt benutzt wird (gilt für Apache-Server). Hier muss man darauf achten, dass der mod_rewrite auf dem Server unterstützt wird und aktiviert ist. In meinem Fall wandelt das Joomla-Plugin AceSEF die unschönen Links in gut lesbare Links um. Ich habe eingestellt, dass sich die Adresse aus der Grund-URL www.dayspa-ingraban.de, der Kategorie und dem Seitentitel aufbaut. AceSEF bietet hier auch noch andere Varianten.
So kommt es, dass z. B. folgende URL, die unter Unsere Wohlfühlangebote (Bereich), Beauty- und Verwöhnprogramme (Kategorie), Schönheitstag (je 1 Tag) (Titel) beheimatet ist anstatt unter http://www.dayspa-ingraban.de/index.php?option=com_content&Itemid=118&catid=44&id=96&view=article unter http://www.dayspa-ingraban.de/beauty-und-verwohnprogramme/schonheitstag-je-1-tag angezeigt wird. Bewusst ersetzt hierbei AceSEF auch Umlaute wie ä, ö, ü oder Ligaturen wie ß, weil das nachteilig bei der Bewertung wäre. Google empfiehlt zudem das Ersetzen von Leerzeichen durch ein Minus (-) im Namen und rät hierbei von Unterstrichen (_) ab.

 301-Redirect

Unter 301-Redirect versteht man eine Art Domainumleitung. Diese ist von Bedeutung, da die meisten Domains doppelt erreichbar sind. Einmal unter der geläufigen www.-Domain und meistens auch ohne das vorhergehende www. Das führt bei den meisten Suchmaschinen dazu, dass der Inhalt der Seite als doppelter Content bewertet wird. Um dieses Problem zu lösen, benutzt man ein 301-Redirect, welche eine www.-Domain in die Ohne-www-Domain umwandelt, oder umgekehrt. In unserem Fall löse ich das Problem mit der .htaccess. Das ist eine einfache und geläufige Lösung für einen Apacheserver, wie der Beispielserver einer ist.
Eine Einfache .htaccess-Datei würde sich wie folgt aufbauen:
RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www\.dayspa-ingraban\.de$
RewriteRule ^(.*)$ http://www.dayspa-ingraban.de/$1 [L,R=301]
Natürlich muss man beachten, dass auf dem Server mod_rewrite aktiviert ist!
In meinem Fall benutze ich das AceSEF-Joomla-Plugin, welches mir außer dem 301-Redirect noch andere Möglichkeiten bietet.

 Domain-Name

Der Domain-Name kann von großer Wichtigkeit für den Erfolg oder das Scheitern einer Webseite sein. In aller erster Linie sollte der Domainname kurz und einprägsam sein, sodass der Nutzer kein Problem hat, sich die URL zu merken oder falsch zu schreiben.
Ganz wichtig ist, dass man eine Top-Level-Domain wählt. Bei den Top-Level-Domains sollte man dann je nach Verfügbarkeit der Adresse und Inhalt der Seite unterscheiden. Besitzt die Seite einen Bezug auf ein bestimmtes Land, oder ist gar die Zielgruppe nur in einem Land vertreten, so sollte man natürlich auf die Landesdomain (.de, .at, .ch, ...) zurückgreifen. Eine Domain, mit der er sich identifizieren kann, strahlt für den Nutzer eine gewisse Seriosität aus. Analog sollte man Webseiten, die für ein internationales Publikum bestimmt sind, auch mit einer internationalen TLD (Top-Level-Domain) ausstatten. Natürlich kann man auch hier noch nach Teile der Welt (.eu, .asia, ...) und wirklich weltweit (.com, .info, ...) unterscheiden.
Meistens werden einem vom Auftraggeber die Domains vorgegeben. Oft sind das dann spezielle Domains, die den Firmen- oder Produktnamen enthalten. Das ist dann hilfreich, wenn eine Suchanfrage mit diesem Namen gestellt wird und der Nutzer die Firma bereits kennt. Jedoch kommt das selten vor, da der Nutzer entweder den Namen der Firma nicht kennt, oder der Nutzer zwar den Namen der Firma kennt, meistens dann aber gleich direkt über die Domain anstatt über die Suchmaschine auf die Seite kommt. Da der Wettbewerb bei speziellen Begriffen grundsätzlich weitaus niedriger ist als bei generischen Begriffen ist eine gute Platzierung sehr wahrscheinlich. In meinem Beispielfall habe ich sogar ein generisches (dayspa) und ein spezielles Wort (ingraban) in der Domain. Alleine schon durch das Ingraban in der Domain erhalte ich gute Ergebnisse auf Ingraban bei den unterschiedlichsten Suchmaschinen, da so gut wie keine Konkurrenz dieses Wort verwendet. Gebe ich jedoch DaySpa ein muss ich lange nach der ersten Nennung suchen. Durch eine Domain mit generischen Wörter wird die Platzierung bei eben diesen Suchbegriffen verbessert. Sollte man es wirklich schaffen, sehr gute Platzierungen bei diesen generischen Wörtern zu erreichen, hat man es im Umkehrschluss auch geschafft sehr viele Besucher auf die Seite zu bringen.
Fazit: Die Domain sollte einfach und kurz sein. Sollte man darauf aus sein, eine Topplatzierung mit einem bestimmten Schlüsselwort zu erreichen, so kann die Verwendung dieses Schlüsselworts in der Domain sehr hilfreich sein. Ebenso kann man den Namen der Firma oder eines Produkts in der URL verwenden um besser gefunden zu werden. Kurzum: Wird ein Wort in der Adresszeile verwendet, so steigt dessen Sichtbarkeit für Suchmaschinen. Welche Wörter man in der Domain benutzt, muss je nach Gewichtung und Zielgruppe abgewägt werden.

 Alter der Domain

Das Alter der Domain wird bei einigen Suchmaschinen herangezogen, da ältere, länger eingetragene Webseiten eine höhere Wahrscheinlichkeit besitzen, wichtigeren Content zu beinhalten, als nagelneue Webseiten. Da neue Websites oft noch Kinderkrankheiten im Code und Inhalt besitzen, werden sie in diesem Punkt nicht so gut bewertet. Leider kann man jedoch nicht viel dagegen tun. Man kann sich sehr wohl zwar eine schon länger registrierte Domain kaufen, jedoch sollte man vor allem eine passende Domain auswählen. Dieser Punkt gehört zwar auch zur Optimierung der Seite für Suchmaschinen, da die Domain auch über ihr Alter bewertet wird, jedoch würde ich diesen Punkt vernachlässigen, falls eine schönere, logischere Domain in Aussicht ist. Sollte diese passende Domain zufällig schon länger registriert sein, dann wäre das ein Glücksfall und natürlich umso besser. Die Popularität und das Alter einer Domain kann im Internet auf unterschiedlichsten Seiten herausgefunden werden. Das kann z. B. auf http://www.urltrends.com/ bzw. http://www.webconfs.com/domain-age.php geschehen.

 Keine Doppelverlinkung durch verschiedene Domains

Es sollte darauf geachtet werden nicht mehrere Domains auf den gleichen Inhalt zu linken. Das gilt auch, wie in „301-Redirect“ beschrieben, für eine Domain mit www. und ohne www. Hier sollte die mit www auf die ohne www linken oder umgekehrt. So sollte es auch bei Seiten sein, die über mehrere Domains zu erreichen sind. Lediglich eine Domain leitet direkt auf den Content, die anderen leiten indirekt auf den Content, nämlich über die Hauptdomain. Kleines Beispiel: www.abc.de leitet direkt auf den Server 123.123.123.123/ordner/index. abc.de leitet auf www.abc.de und so indirekt auf 123.123.123.123/ordner/index. Ebenso leitet die Alternativdomain www.xyz.de auf www.abc.de, genauso wie xyz.de das tut. Kurzum: Immer nur eine Domain spricht die Internetseite direkt an!