Wappen Schmid

Der Schmid von Abensberg

Die wahrhaftige & fabelhafte Legende von Pankraz dem Eisenspalter

Es trug sich zu im Jahre des Heils 1348, als die stolzen Mauern von Abensberg noch vom Ruß der alten Fehden gezeichnet waren. Inmitten der verwinkelten Gassen, wo Tag und Nacht das Eisen glühte und die Funken wie gefangene Sterne durch die finstere Werkstatt tanzten, lebte Pankraz. Die Bürger nannten ihn voller Ehrfurcht nur den „Schmid“, außerhalb der Stadtmauern war er bekannt als „Schmid von Abensberg“. Er war ein Mann, gebaut wie ein wandelnder Eichenstamm, wortkarg und mit Händen, die Hufeisen kalt verbiegen konnten. Doch wenn sein schwerer Vorschlaghammer im Takt des Feuers auf den Amboss traf, erzitterte nicht nur die Schmiede, sondern das gesamte Fundament der herzoglichen Burg.

Der nächtliche Pakt & Die zweiund­siebzig Faltungen

Es war in einer stürmischen Winternacht, als der eisige Wind den Regen peitschte und die Tore der Stadt längst verriegelt waren, da klopfte es dreimal dumpf an die schwere Eichentür der Schmiede. Ein geheimnisvoller Ritter trat herein. Seine Rüstung schien das Licht des Feuers regelrecht zu verschlucken, und sein Schild trug das unheimliche Zeichen einer weißen, gekrönten Schlange. Ohne ein Wort des Grußes warf er einen Lederbeutel voll mit purem, im fahlen Mondlicht funkelndem Gold auf den Tisch und sprach mit Grabesstimme:

„Schmiede mir ein Schwert, Pankraz. Eine Klinge, so scharf, dass sie den Atem spaltet, und so mächtig, dass keine Rüstung der Welt ihr standhält. Genau zweiundsiebzig Mal musst du den Stahl falten – keine Faltung weniger, keine mehr. Versagst du, oder weicht deine Hand auch nur ein Haar breit ab, holt die Schlange deine Seele.“

Pankraz spürte den eisigen Hauch der Unterwelt und wusste sofort, dass dies kein sterblicher Krieger war, sondern der finstere Geist der Donauauen. Doch ein Abensberger Schmid weicht nicht zurück. Drei Tage und drei Nächte stand er ununterbrochen am tobenden Ofen, während der Schweiß ihm in Bächen von der Stirn lief. Er schwang den Hammer mit unbändiger Kraft und zählte im Geist jeden Schlag. Exakt zweiundsiebzig Mal faltete er den glühenden Stahl, bis das Metall eine Dichte und Perfektion erreichte, die kein Mensch je zuvor gesehen hatte. Um dem Zauber entgegenzuwirken, härtete er das glühende Meisterwerk nicht im Wasser, sondern löschte es zischend im kräftigsten, tiefdunklen Abensberger Spezialbier ab.

Der Angriff auf den Maderturm

Als der unheimliche Ritter in der vierten Nacht zurückkehrte, zog er die fertige Klinge aus der Scheide. Sie leuchtete im fahlen Schein der Esse wie pures Sternenlicht und sang einen leisen, bedrohlichen Ton. Um die Macht der Waffe zu prüfen, trat der finstere Geist hinaus auf die Gasse und blickte hinauf zum stolzen Wahrzeichen der Stadt: dem mächtigen Maderturm.

Mit einem infernalischen Brüllen schwang der Ritter das Schwert zu einem mörderischen Schlag, der den geliebten Maderturm der Abensberger in Schutt und Asche legen sollte. Die Klinge sauste herab, doch Pankraz hatte bei der zweiundsiebzigsten Faltung eine geheime List mit in den Stahl gehämmert: Er hatte den Geist der gekrönten Schlange selbst überrumpelt und ihre magische Essenz untrennbar in den goldenen Knauf der Waffe gebannt!

In dem Moment, als die Schneide den Maderturm berührte, gab es einen ohrenbetäubenden Donnerschlag. Anstatt den Turm zu spalten, schoss ein gleißender Blitz durch die Klinge. Die Zerstörungskraft wurde augenblicklich gezähmt und verwandelte sich in einen ewigen Schutzbann für die Stadtmauern. Der unheimliche Ritter zerfiel zischend zu Staub und Asche, während die Schlange zahm im Knauf erstarrte.

Ein neues Wappen entsteht

Der Maderturm blieb völlig unversehrt und steht noch heute stolz als Wahrzeichen in Abensberg. Zum Dank für diese heldenhafte Tat erhob der Graf von Abensberg die Familie des Schmieds in den Adelsstand und verewigte die gesamte fabelhafte Geschichte im offiziellen Wappen, das bis zum heutigen Tage voller Stolz getragen wird:

🛡️ Offizieller Gaudi-Disclaimer 🛡️

Diese monumentale Geschichte ist zu exakt 0 % historisch belegt, klingt aber nach dem Konsum von zwei oder drei Litern bestem Abensberger Gerstensaft absolut wasserdicht. Jegliche Ähnlichkeiten mit echten Schmieden, mathematisch präzise gefalteten Schwertern oder zahmen Schlangen sind rein zufällig.

Hier gibt es weiterhin rein gar nichts zu kaufen oder zu abonnieren. Pack dein Smartphone weg, such dir ein paar Kumpels und trinkt gemeinsam ein kühles Dunkles auf die zweiundsiebzig Faltungen des tapferen Pankraz!